Was wird aus Taiwan - ein Land zwischen Tradition und Moderne.

Was wird aus Taiwan - ein Land zwischen Tradition und Moderne.

Taiwan, ein Name mit drei Bedeutungen. Eine Insel, eine Provinz, die größten Teils die Insel beinhaltet und seit 1949 ein Staat, der eigentlich Republik China heißt und seit dem nur die Provinz Taiwan und Teile der Provinz Fujian umfasst.

Gemeint ist dieser Staat, sollte er unabhängig sein? Warum? Ist er das nicht schon? Aber warum China, wenn er doch fast nur die Provinz China umfasst?

Geschichtlicher Abriss

Im Jahr 1911 löste die Partei Kuomintang die letzte Dynastie Chinas ab, welche zuvor knapp 300 Jahre China regierte und als Qing-Dynastie bekannt ist. Diese Partei musste sich im Chinesischen Bürgerkrieg gegen die rote Armee Mao Zedongs verteidigen und erlag dieser im Jahr 1949. Die Kuomintang unter Chiang Kai-shek flohen auf die Insel Taiwan, um sich dort neu zu formatieren und später wieder die Herrschaft Chinas zu übernehmen. (weiterlesen…)

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Vertreter Koreas und Europas

Am 15. Oktober 2009 trafen sich Vertreter Südkoreas und der EU, um ein Free Trade Agreement-Entwurf (FTA) zu unterzeichnen. Dieser Handelsabkommens-Entwurf wird in Europas 22 Amtssprachen übersetzt und den 27 Mitgliedsstaaten zur Unterzeichnung vorgelegt. Obwohl Koreas Nationalversammlung diesen Entwurf noch nicht verabschiedet hat und er somit noch rechtsunwirksam ist, ist das Ziel Koreas Regierung, das Abkommen möglichst bis Juli 2010 in Kraft treten zu lassen.

Koreanischen Medien zu Folge sollen beide Seiten nach Inkrafttreten des Handelsabkommens einen großen jährlichen Zuwachs von 130 Milliarden Euro haben. Innerhalb der ersten drei Jahre sollen die Zollgebühren um 93,3% sinken, was den Vertrieb von Koreas Unterhaltungselektronik, LEDs, Maschinen und anderen Gütern im europäischen Raum begünstigen wird. Da Korea auch Taiwans größter Handelskonkurrent ist und beide ähnliche Produkte nach Europa exportieren, wird das Abkommen direkte Auswirkungen auf Taiwan haben. (weiterlesen…)

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Ein ganzes Hotel wurde von den Wassermassen weggeflutet.

Ein ganzes Hotel wure von den Wassermassen weggeschwemmt.

Weshalb das Sprichwort „Lügen haben kurze Beine“ für die taiwanische KMT- Regierung zutrifft und aus einer Umweltkatastrophe eine politische wird

Wegen dem verheerenden Taifun „Morakot“ sind mehr als 100 Personen ums Leben gekommen. Es ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Toten noch auf 500 ansteigen wird. Anfangs lehnte die KMT Regierung jedoch die Hilfe aus dem Ausland, z.B. Amerika, Japan und auch Deutschland ab. Der Präsident leugnet dies, aber offizielle Dokumente zeigen, dass die Regierung jegliche Hilfe abgelehnt hatte.

Während Taiwan noch buchstäblich im Regen steht, sagt der Außenministerium der Vereinigten Staaten am 11. August laut „The Liberty Times“, dass sie Taiwan Hilfe leisten wollen, obwohl die Regierung Taiwans noch nicht Hilfe ersucht habe. Das Außenministerium Taiwans spricht ihre Dankbarkeit aus, lehnt die Hilfe aber ab. (weiterlesen…)

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Police beats up old protester

Der “Exekutiv-Yuan” Taiwans führte eine Befragung zur „Öffentlichen Meinung zu politischen und ethnischen Themen“ durch.

Ein Jahr nach der Wahl Ma Ying-jeous zum Präsidenten führte die „Kommission für Forschung, Entwicklung und Evaluation des Exekutiv-Yuans“ eine Meinungsumfrage mit 15 Fragen zu Themen wie dem politischen Interesse, oder, was dieses Jahr ein Novum ist, ob sie sich als Taiwaner oder Chinesen fühle, durch.

Seitdem Ma am 20. Mai 2008 als Präsident ins Amt getreten ist, hat er einen neuen Weg für Taiwans politische Geschicke eingeschlagen – ein Weg der mehr oder weniger direkt zu China führt. Von neuen Handelswegen zum Festland Chinas bis hin zum Vorschlag, die traditionellen Langzeichen des Chinesischen durch die von Mao Tse-tung eingeführten Kurzzeichen abzulösen, versucht er Taiwan auf verschiedenen Wegen zu sinisieren (”Chinesisch-machen”) und seinen eigenen, chinesischen Abdruck zu hinterlassen. Das Volk dagegen hat eine andere Sicht der Dinge, was das Ergebnis dieser Befragung zeigt. (weiterlesen…)

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Berliner Mauer

Berliner Mauer

Ein Stück der Berlinermauer soll in das 228-Denkmal in Taipei, der Hauptstadt Taiwans integriert werden.

Am 9. November, dem 20. Jahrestag des Mauerfalls wird das Stück in das Denkmal intergriert, um ein Zeichen der Freundschaft und Solidarität Taiwans und Deutschlands sein, durch die eine ähnliche Geschichte der grausamen Unterdrückung und Freiheitsberaubung.

Der Landrat Karl-Heinz Schröter von Oberhavel, einem Bezirk nörderlich von Berlin, versprach im April diesen Jahres ein Stück der Mauer Chen Chin-huang, dem Präsidenten der 228 Memorial Foundation als Geschenk für den 228-Gedenkpark zu überreichen. Der für Deutschland zuständige Vertreter Taiwans Wei Wu-lien erhielt das 3,5 meter großes Segment letzten Donnerstag in Oberhavel. (weiterlesen…)

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Entfernung der alten Lettern

Die “Chiang Kai-shek Gedächtnishalle” in der Hauptstadt Taiwans wurde am 20. Juli zurückbenannt und das Erbe eines Diktators wiederhergestellt.

Im Schatten der World Games in Kaoshiung wurde gestern -morgen um 8:10 Uhr von der seit einem Jahr wieder amtierenden Regierungspartei Kuomintang (KMT) die Inschrift der ehemaligen “Demokratie Gedächtnishalle” entfernt und der alte Name der “Chiang Kai-shek Gedächtnishalle” angebracht. Die Halle wurde für 24 Stunden für “dienstliche Angelegenheiten” abgeriegelt und von 900 Polizisten überwacht. Im Vergleich hierzu wurde die vorherige Umbenennung von lediglich 30 Polizisten überwacht.

Zwei Jahre zuvor hat das Ministerium für Erziehung der damaligen Regierungspartei “Demokratische Fortschrittspartei” (DPP) die Vergangenheitsbewältigung des Inselstaates vorantreiben wollen und die dem Generalissimo Chiang Kai-shek gewidmete Gedächtnishalle umbenannt. Dieser Akt fand damals keine Zustimmung im Parlament, welches eine Mehrheit an Kuomintang-Mitgliedern hatte; wie das Ministerium allerdings verlauten ließ, war diese Zustimmung auch nicht nötig, da die Gedächtnishalle unter der Zuständigkeit des Ministeriums lag. Bis zum heutigen Tage leugnen die Mitglieder der Kuomintang die Verbrechen und Morde, die durch Chiangs Diktatur begangen worden waren. (weiterlesen…)

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Noch ein Wunschbild: China und Taiwan, dargestellt als zwei Schwestern - Propagandaplakat in Xiamen/China

Noch ein Wunschbild: China und Taiwan, dargestellt als zwei Schwestern - Propagandaplakat in Xiamen/China

Taiwan als nächstes Hong Kong oder Tibet.

Beim dritten politischen Treffen am 26. April in Peking der chinesischen Association for Relations Across the Taiwan Straits und der taiwanischen Strait Exchange Foundation, vertreten durch Chen Yunlin und Chiang Pin-kung, schlossen diese einen weiteren wirtschaftspolitischen Pakt zwischen China und Taiwan. Schwerpunkt des Vertrags ist die “Kooperation” der Polizeisysteme Taiwans und Chinas. Diese verpflichten sich zum Informationsaustausch, zur direkten Mitarbeit der Polizeibeamten auf taiwanischen Hoheitsgebiet und gewähren China, auf Taiwan zusätzlich eigene Polizeistationen einzurichten.

Im Vertrag sind fünf Delikt-Kategorien aufgelistet, bei welchen Kooperation verpflichtend sein wird. Die erste Kategorie umfasst Delikte wie Mord, Drogenhandel und bewaffneter Raub. Die zweite Kategorie beinhaltet wirtschaftliche Verbrechen wie Geldwäscherei. In der dritten Kategorie wird Korruption als politisches Verbrechen eingestuft und in der vierten Terrorhandlungen wie z.B. Flugzeugentführung benannt. Den sehr klar und logisch strukturierten ersten vier Kategorien folgt eine fünfte, in der nur unklar “andere Delikte” angeführt werden. Diese birgt Gefahrenpotential und lässt China Grauzonen für Handlungen offen, welche schon während der Demonstrationen in Laos und der Olympischen Spiele westliche Staaten in Aufruhr brachten. (weiterlesen…)

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EFTA ist davon überzeugt, dass es die Pflicht unabhängiger Justizbehörden ist sich bei juristischen Ermittlungen sich an das Gesetz zu halten und gewissenhaft den Rechtssicherheit von Verfahren zu garantieren. Jegliche juristische Instanz ist, falls sie „inkompetent“ oder „unverhältnismäßig“ handelt, des Machtmissbrauches anzuklagen. Machtmissbrauch heißt hier nicht nur, dass gegen die Menschenrechte verstoßen wird, sondern das die Bürger die Rechtmäßigkeit der Justiz anzweifeln und ihr misstrauen; Der Verstoß gegen die Menschenrechte und die völlig kontroverse Inhaftierung schaden dem Ansehen der Justiz. Während der Ermittlungen gegen den ehemaligen Präsidenten Chen werden folgende Missstände festgestellt:

1. Ermittlungen werden mit Doppelmoral und individuellen politischen Intentionen gehandhabt

Bevor der ehemalige Präsident Chen offiziell angeklagt worden war, wurden ihm bereits Handschellen angelegt und verboten das Land zu verlassen. Sofort wurde er ins Gewahrsam genommen und Besuch verweigert. Als Präsident Ma Ying-jeou offiziell wegen Korruption angeklagt wurde kam er weder in Untersuchungshaft noch wurde ihm verweigert wegen einem Interview nach Singapur zu fliegen. Diese Doppelmoral hat bereits das Ansehen des taiwanesischen Rechtssystemes großen Schaden getan, was es der Bevölkerung unmöglich macht in das bestehen Rechtssystem zu vertrauen.

2. Verstoß gegen das Ermittlungsgeheimnis

Der Geheimdienst veröffentlicht ununterbrochen sensible Informationen der laufenden Ermittlung, welche unter Geheimhaltung sind. Diese Informationen werden u.a. in Zeitungen als Fakten präsentiert, obwohl eine richterliche Rechtssprechung noch nicht stattgefunden hat. Der Justizminister Wang Ching-feng (王清峰) hat den Medien gegenüber nicht-richterliche Interpretationen des Falles bekannt gegeben und leitet die Ermittlungen.

3. Verfassungswidriger Austausch des Richters

Während des laufenden Verfahrens wurde der Richter Chou Chan-chun (周占春) ersetzt. Ein Akt der den juristischen Prinzipien widerspricht, indem die Exekutive mit der Judikativen imperativ interveniert. Dieser Eingriff lässt die juristische Legitimation des Verfahrens zusammenbrechen.

4. Um die Inhaftierung zu verlängern wird Gebrauch von absurden Gründen gemacht

Der Austausch von Tsai Shou-hsun (蔡守訓 ) durch einen anderen Richter wird gefolgt von jedmöglichen fantastischen Gründen, um die Inhaftierung zu verlängern:
Unablässiges Nicht-Gestehen, Eintritt in eine Partei, Zustimmung zu eine Interview mit den Medien, Publizieren, Hungerstreik und Unterlassung von Kooperation mit der Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft zeigt eine große Diskrepanz an rechtfertigenden Gründen für die unbefristete Haft des ehemaligen Präsidenten Chen. Weiterhin werden durch Vorenthalt von ärztlicher Behandlung gegen grundlegende Menschenrechte verstoßen. Diese unrechtmäßige Gefangenschaft dauert bereits mehr als 200 Tage an. Auf diese Art und Weise handelt das Gericht mehr als parteiisch und verstößt gegen den Grundsatz des fairen Verfahrens bzw. die Unschuldsvermutung.

5. Verstoß gegen die Menschenrechte

Das Taipei Detention Center erarbeitete neue unkonventionelle Strafen speziell für Chen wie: Eintägiges Besuchsverbot, Verbot von Sport für drei Tage und Entfernen des Fernsehgeräts und Radios; Aus Protest ging Chen in Hungerstreik. Bevor die Schuld von Chen Shui-bian noch nicht erwiesen ist, hat …. nicht das Recht irgendwelche Strafen an seiner Person zu vollziehen. Diese unzumutbaren Strafen gegenüber einem Schuldigen, denn laut Gesetz ist jeder unschuldig, dessen Schuld noch nicht bewiesen wurde, verstößt gegen die Menschenrechte. In einem Rechtsstaat darf solch unzumutbares Handeln nicht vorkommen.

Basierend auf den genannten Punken fordert EFTA:

1.) Die sofortige Freilassung des ehemaligen Präsidenten Chen Shui-bian.

2.) Die Justizbehörden müssen sich an das Gesetz und die universellen Menschenrechten durchsetzen sowie diese Art von Machtmissbrauch und unnötigen Kontroversen beenden.

3.) Die Regierung muss den Menschenrechtsverstößen nachgehen und die Betroffenen zur Verantwortung ziehen.

European Federation of Taiwanese Associations
12. Juli 2008

(Dieser Beitrag ist nicht von TEWA verfasst worden, wurde aber mit freundlicher Genehmigung von EFTA zur Publikation durch TEWA freigegeben.)

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